Gottfried Oberwinter
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Philosophie

Börse ist Psychologie oder anders ausgedrückt
„Gier bzw. Panik frisst Hirn“.

Sie müssen nur wissen, wie die Menschen sich in Extremsituationen verhalten, um mittelfristig erfolgreich an der Börse zu sein. Die meisten Menschen verhalten sich in den entscheidenden Phasen grundsätzlich falsch. So hart es auch klingt, aber es muss so sein. An der Börse verdienen nur maximal 20% der Anleger wirklich Geld, der Rest muss sich mit erheblich weniger oder mit Verlusten begnügen.

Werden Sie optimistischer für die Zukunft je pessimistischer sich die Journalisten, Analysten bzw. die Normalbürger geben. Wenn Panik  (11. September 2001) angesagt ist bzw. eine Krise – Frühjahr Sommer 2002-(Vertrauenskrise wegen Bilanzmanipulationen) am Markt herrscht, ist in aller Regel der Boden erreicht. Aber machen sie einem Menschen mal klar, dass er jetzt erste Käufe angehen sollte. Die meisten halten einen für verrückt oder einen Spinner. Sie lassen sich einfach von der negativen ängstlichen Stimmung anstecken.

Genauso verhält es sich natürlich umgekehrt. Die Euphorie z. B. am „Neuen Markt“ kannte ab 1998, bis zu Ihrem Höhepunkt im Frühjahr 2000, keine Grenzen mehr. Da wurden an der Börse sämtliche Grundsätze über den Haufen geworfen. Wie eine Horde gieriger Wölfe kauften die kleinsten Angestellten jeden überteuerten „Mist“. Wenn Unternehmen mit dem über 100 – fachen ihres Umsatzes!, nicht Gewinn, bewertet werden, dann müssen bei ihnen die Alarmglocken angehen. Sie sollten das Börsenparkett schleunigst verlassen. „Gier frisst Hirn“. Anders kann man dieses Verhalten nicht erklären, es sei denn, sie beschäftigten sich mit der  Psychologie der Massen.

Sie glauben jetzt, dass dieses Phänomen nicht mehr auftreten wird? Man müsste glauben, dass die Leute aus der Vergangenheit gelernt haben, oder !? Vergessen sie diese naive Vorstellung.

1929 hatten wir eine  ähnliche Börsenphase, die 1932 in der größten Depression des letzten Jahrhunderts endete. Der Dow Jones hatte fast  90% Kursrückgang in knapp 3 Jahren.

1980 hatten wir die Silber bzw. Goldblase. Wiederum angetrieben von der Gier auf das schnelle Geld. Was glauben sie denn zu welchem Zeitpunkt die Masse der Anleger eingestiegen ist? Mit  Sicherheit im letzten Drittel des Anstiegs. Gorbatschow sagte mal: „Wer zu spät kommt (geht) den bestraft das Leben“.  Was machte der Markt? Silber stürzte innerhalb von wenigen Jahren um über 90%, während der Goldpreis lediglich ca.  60% verlor.

Rezession, Ölkrise, Inflation, Schuldenkrise sowie eine pessimistische Stimmung bestimmten Ende der  70-er bzw. Anfang der 80- Jahre die Welt. Was macht die Masse? Richtig, sie verkauften fast alles. Übrigens der Dow  Jones pendelte in dieser Zeit etwa zwischen 800 und 1000 Punkten. Stand heute knapp unter 10.000 Punkten.

Auf der Käuferseite finden sie in solchen extremen Situationen konsequenter Weise den weitsichtigen, informierten Anleger,  der Mut, Geld und Zeit besitzt.Vor allem lässt er sich von der katastrophalen Stimmung in der Wirtschaft bzw. insbesondere bei den Menschen nicht anstecken. Im Gegenteil: Dies ist für ihn das Zeichen, dass der Boden im Markt (bald) erreicht ist.

Lassen Sie sich nicht von der extremen Stimmung anstecken. Die Masse der Anleger liegt in solchen Situationen grundsätzlich falsch.