Gottfried Oberwinter
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Marktbericht vom 21.09.2011

Turbulenzen voraus!

In den letzten Wochen und Monaten wurde der Markt von den vorhandenen Problemen der Schuldenkrise in Griechenland, Portugal, Spanien, Italien etc. eingeholt. Seit mehr als 12 Monaten muß sich der Börsianer bzw. Kapitalanleger mit diesem Thema immer wieder beschäftigen. Die heftige Reaktion am Aktienmarkt (weltweit) Anfang August 2011 -bis heute- zeigt sehr deutlich, dass der Markt endlich eine Lösung für dieses Problem wünscht. Bislang spielten die Politiker scheinbar auf Zeit. Die Ursachen der Schuldenkrise liegen meines Erachtens hauptsächlich in der Schuldenorgie unserer Politiker, die bis in die 60-er Jahre zurückgeht. Hier bestätigt sich wieder die These, dass Politiker mit dem Geld anderer Leute nicht so umgehen, wie mit ihrem eigenen Geld. Würden sie es tun, wären fast alle Pleite. Unser ehemaliger Finanzminister Peer Steinbrück sagt, dass er bei 920 $ die Feinunze angefangen hat Gold zu kaufen. Warum kauft Herr Steinbrück Gold, wenn der Euro etc. sicher ist?

Wer ein weinig recherchiert erfährt relativ schnell gewisse Zusammenhänge mit der Finanzkrise 2008/2009. Die Nerven liegen blank, was der Markt teilweise zum Ausdruck bringt. Es gibt sehr selten Phasen an der Börse, die den Anleger mit Verlusten von über 30% innerhalb von 6 Wochen konfrontieren. Innerhalb kurzer Zeit wurde somit der Ertrag der vergangenen 2 Jahre ausgelöscht. Wer später eingestiegen ist, hat nichts als Verluste, und dies dürfte bei der Mehrheit der Anleger der Fall sein.

Für 10- jährige Zinsen erhält man (ab 1 Mio. €) zur Zeit einen Habenzins von ca. 1,75%!!. Nach Inflation von über 2% (gefühlt aber 5-10%) ist dies ein schlechtes Geschäft. Natürlich immer noch besser als die Börsenverluste bei Aktien, wenn man ungünstig in den Markt eingestiegen ist. Auf Dauer – 5-10 Jahren – darf man aber realistisch davon ausgehen, dass Anleger der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere ein schlechtes Geschäft zu erwarten haben. Auch hier kann es zu Turbulenzen – sprich steigenden Zinsen – kommen, denn Staatspapiere haben nichts mit Produktivvermögen zu tun, sondern sind lediglich ein Versprechen, das im Ernstfall vom Schuldner in der Vergangenheit häufig genug gebrochen wurde.

Es gibt großartige Unternehmen in Deutschland, die unter Buchwert bewertet werden. Es gibt Hinweise, dass wir den größten Teil der Kursverluste hinter uns haben (vielleicht war am 12.09.11 mit 5072 Punkten beim Dax der Wendetag). Der amerikanische Markt – Dow Jones – hatte sein bisheriges Tief am 10. August bei 10.719 Punkten. Rational ist der genannte drastische Kursverlust nicht nachvollziehbar. In solchen Phasen, wo fast jeder um einen herum nur negativ und pessimistisch ist, ist es schwer wieder an steigende Kurse zu glauben. „Krisen dauern aber nicht ewig“. Jede Krise hat auch irgendwann ihr Ende, selbst wenn sich das manche Anleger in der aktuellen Situation nicht vorstellen können. Geht es noch schlimmer, dann sollten Sie als mutiger Anleger nur mit geringen Geldbeträgen an den Markt gehen, die Sie in den nächsten Jahren nicht benötigen. Quote maximal 30% und diversifizieren Sie. Ich kann es nur wiederholen: diversifizieren Sie.
Es gibt genügend gute Aktien-Renten- Immobilien und Edelmetallfonds, die Sie kaufen können. Für eine sinnvolle Streuung und Auswahlvorschläge bin ich als Berater gerne für Sie tätig.

Der Dax wie auch der Dow Jones USA werden m. E. relativ schnell wieder zu alter Stärke auflaufen und neue Höchststände erreichen können. Höchststände, die Sie heute für unmöglich halten. „Die Börse ist, wie wir in den letzten Wochen gesehen haben, immer für Überraschungen gut“.
Chancen erkennen und bereit zu sein Risiken einzugehen, sollte m. E. die Devise sein. Mit welcher Strategie, sollte man nach den Risikobedürfnissen etc. persönlich besprechen. Eine sinnvolle Strategie war es in der Vergangenheit immer dann zu kaufen, wenn die Mehrheit der Anleger die Börse verteufelt, weil sie die Börse wegen der Verluste satt haben. Antizyklisch investieren heißt, dann zu investieren, wenn die Menschen in Panik und voller Frust die Börse verlassen und kapitulieren. Diese Situation ist verdammt unsicher (Krisenstimmung bzw. Panik). Wer in dieser Phase den Mut hat zu investieren – was verdammt schwer ist -, war in der Vergangenheit häufig ein Gewinner an der Börse.

Turbulenzen mit steigenden Kursen voraus?

Meine Prognosen zu Dow Jones 52.000 Punkte, Dax 25-30.000 Punkte bzw. Gold ca. 15.000 $ (siehe Homepage Punkt: Prognose ) sind weiterhin gültig.

Ihr

Gottfried Oberwinter

Marktbericht vom 12.02.2010